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Im Urlaub gelesen: Eine Reise vom New York der 1920er über ein finsteres Tal nach Portugal

Zwanzig Bücher reisten mit, fünf davon habe ich gelesen. Also, eigentlich fünf plus eins, denn es war auch eine Art Reiseführer dabei. Für über drei Wochen Urlaub ist das gar nicht mal viel. Gut, nun gab es in Frankreich viel zu tun: Mit dem Rad umherfahren, durch Dörfer und Städte pirschen, in der Gegend herumwandern, alle möglichen Tomatensorten ausprobieren – und einfach sitzen, sich hier und da einem von Tagträumen durchtränkten Nickerchen hingeben. Der Rest ist Lesen!

Lesen vorm Zelt

Und wie ich in der Ankündigung des Blogurlaubs versprach, erzähle ich von meiner Zeltlektüre. Denn unterwegs war ich im Zelt. Eine Art des Reisens, die man entweder liebt oder hasst. Ich liebe das: Die Zeit verschwimmt, man ist immer draußen, das Habitat ist überschaubar und man geht mit der Sonne zu Bett und sitzt mit ihrem Wiedererscheinen am Morgen beim ersten Kaffee. Und beim Buch.

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Lesen braucht Zeit: Das Buchladenblog macht Urlaub

Lesen hilft.

In so vielerlei Hinsicht. Hier im Blog gibt es inzwischen einiges zu lesen. Vor rund drei Monaten schrieben wir den ersten Satz hier hinein. Es folgten Gespräche beim Gang mit Guido durch die Literatur, mit Sara durch das Jugendbuch, mit Christiane durch den Krimi und mit Dorothee durch den Buchladen. Wir setzten uns mit Fernando Aco zum Buch. Und sammelten Dies und Das in diesem Internet.

Lesen verbindet:

Menschen, uns mit uns selbst, mit unserer Umgebung, mit der Welt, mit der Gegenwart wie auch mit vergangenen und zukünftigen Zeiten.

Lesen braucht Zeit.

Und daher ist hier für drei Wochen Ruhe im Karton. Es wird gelesen werden. Und wenn es in Gegenden geht, wo die Versorgung mit neuem Stoff nicht ohne weiteres gewährleistet ist, muss man Vorsorge treffen. Welches dieser Bücher Zeltlektüre wurde, wie sie sich lasen und was mir noch so da einfiel, wird Ende August hier im Blog enthüllt.

Und, nein, das sind gar nicht alle Bücher, die mitreisen. Aber ich kam mir doch selbst etwas seltsam vor angesichts des übertrieben großen Stapels. Aber man will auch ein bißchen (!) Auswahl haben, oder? Es wird mir ein einziger Lesemittwoch sein. Euch allen bis dahin schöne Sommertage und Zeit zum Lesen!

P.S. Und ich darf bereits den nächsten Beitrag ankündigen, in dem es mit Blick auf die Crime Cologne und im Gespräch mit einem besonderen Freund des Buchladens noch einmal um den Krimi gehen wird – und um verlegerischen Eigensinn und Unabhängigkeit.

Gesammelte Werke: Ein Blick nach Georgien und auf alltägliche Wunder

Folge den Buchstaben: Georgia Made By Characters

Vor einigen Tagen suchten Bloggerinnen und Blogger die Hauptstadt von Georgien heim. Im Rahmen einer Blogger- und Pressereise erkundeten sie auf Einladung des diesjährigen Ehrengastes der Frankfurter Buchmesse Tbilisi (Tiflis) und die georgische Literatur.  Schon die ersten Beiträge ließen uns an der Forschungsreise etwas fernwehkrank teilnehmen, wenn der literarische Nerd Florian Valerius, Karla Paul aka Buchkolumne oder Matthias Warkus bei 54books von den Begegnungen mit georgischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern erzählten und die Stadt, sich selbst nebst Mitreisenden in ausgesprochen schöner Kulisse inszenierten.

Im Blog von Stefan Mesch und anhand der Bilder im Facebook-Account des Bücher Magazins lässt sich erahnen, dass die Reisegruppe bestens beschäftigt war. Und wer einige Eindrücke im Bewegtbild sehen und hören möchte, findet diese sowohl bei Stefan Mesch auf Youtube  (die Musik, toll!) wie auch im Video-Beitrag von Stehlblüten.

Schon seit einer Weile lassen sich in Social Media die Vorbereitungen des Ehrengastes verfolgen: Bei Instagram, TwitterYoutube und Facebook. Das alles und die vielen angekündigten und bereits erschienen Bücher macht uns sehr neugierig auf Georgien als Gastland. Lesen bringt Menschen zusammen.

Lesen verbindet. Lesen hilft.

Davon sind wir auch überzeugt. Dass nicht jedes Bemühen um mehr Lesende glückt – ja. Leander Steinkopfs Artikel in der ZEIT beginnt kritisch, prangert unehrliche oder nicht zutreffende Werbung fürs Buch an und kippt dann endgültig: In Liebe zum Lesen. Und wir freuen uns über anerkennende Sätze:

Es liegt in der Natur des Buches, dass es schwierig, ja strapaziös ist, eines zu finden, das einem richtig gefällt. Es gibt nicht viele Güter, die unter hohem Zeitaufwand komplett konsumiert werden müssen, bevor ein verlässliches Urteil über ihre Qualität gefällt werden kann – oder über ihre Passung. Buchhändlerinnen und Kritikerinnen befassen sich mit dem Problem. Die Händlerin, die ihre Kunden kennt, entwickelt ihre Instinkte, vollbringt damit alltägliche Wunder.

„Damals war ich fünfzehn, …

und an diesem Tag wurde mir bewusst: eine Buchhandlung enttäuscht dich nie, sie ist dein Freund.“

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Der erste Satz: Aufschlag fürs Buchladenblog

Ilsebill salzte nach. In einem Wettbewerb um den schönsten ersten Satz wurde dieser Satz zum Sieger gekürt. Erste Sätze: Wieviele davon mögen wir bereits gelesen haben?

Jeder unserer Buchtipps beginnt mit einem ersten Satz: Die Stadt Allora war für zwei Dinge berühmt: Das erste waren ihre fliegenden Fische und das zweite die Schönheit ihrer gewundenen Gassen. Unter dem Hashtag #Buchbeginn findet man bei Twitter etliche erste Sätze, schillernde und schimmernde Köder für Lesende auf der Suche nach Stoff.

Der erste Satz kann magisch sein.

Er kann neugierig machen oder auflachen lassen – bis man sich daran erinnert, dass dies ein düsterer Krimi ist, der so beginnt: Wir nennen es Sonnentor – das dunkle Loch mitten im Felsen, in das Papa uns wirft, wenn wir nicht artig waren. Im ungünstigsten Fall ist der erste Satz belanglos und man liest rasch darüber hinweg, bis man an die Stelle kommt, an der man aussteigt oder an der es kein Zurück gibt. Man wartet auf diesen einen entscheidenden Satz. Worauf warten Sie?

Ilsebill salzte nach.

Wir leihen uns von Günter Grass aus seinem Roman Der Butt diesen ersten Satz für unser Buchladenblog. Und lassen fortan viele weitere Sätze folgen. Neben Facebook, Twitter und Instagram bringen wir nun #Buchladenliebe auch bloggend zu Euch in digitale Leben. Vor Ort dann live und in Farbe.

Und dieser erste Satz führt hin zu einem Gespräch in unserem nächsten Beitrag, in dem wir mit unserem Guido Krey einen Gang in die Belletristik unternehmen werden: An einem Vormittag im Januar 1539 wurde in dem Dorf Artigues Hochzeit gefeiert.

Wer schreibt hier eigentlich?

Mein Name ist Wibke Ladwig und vielleicht sind wir uns im Buchladen oder in der digitalen Nachbarschaft schon einmal begegnet. Lange Jahre bin ich dem Buchladen freundschaftlich verbunden. Bei Veranstaltungen übernehme ich hin und wieder den Instagram-Account @buchnippes. Und das ein oder andere Mal durfte ich Veranstaltungen über Lyrik moderieren. Und nun schreibe ich hier ins Buchladenblog.