Lincoln im Bardo

Lincoln im Bardo

George Saunders Lincoln im Bardo

Guido Krey

Ein Tipp von Guido Krey

Vom Meister der Kurzgeschichte nun endlich der erste Roman! Wobei diese Montage aus fiktiven Stimmen und historischen Zitaten jede Genrebezeichnung sprengt. Während des Amerikanischen Bürgerkriegs im Jahre 1862 stirbt Abraham Lincolns geliebter Sohn Willie mit elf Jahren. Der Autor nimmt uns mit ins „Bardo“, der räumlich hier ein Friedhof in Washington D.C. ist, der zeitlich aber das Umherirren zwischen der Loslösung vom bisherigen Leben und dem Eingehen in einen neuen Zustand meint. Der um seinen Sohn trauernde Lincoln und die Stimmen der Toten formieren sich zu einer Feier der Schönheit der Welt – genial!Die Übersetzung kommt aus dem Amerikanischen von Frank Heibert.


und das sagt der Verlag dazu:

Während des amerikanischen Bürgerkriegs stirbt Präsident Lincolns geliebter Sohn Willie mit elf Jahren. Laut Zeitungsberichten suchte der trauernde Vater allein das Grabmal auf, um seinen Sohn noch einmal in den Armen zu halten. Bei George Saunders wird daraus eine allumfassende Geschichte über Liebe und Verlust, wie sie origineller, faszinierender und grandioser nicht sein könnte.

Im Laufe dieser Nacht, in der Abraham Lincoln von seinem Sohn Abschied nimmt, werden die Gespenster wach, die Geister der Toten auf dem Friedhof, aber auch die der Geschichte und der Literatur, reale wie erfundene, und mischen sich ein. Denn Willie Lincoln befindet sich im Zwischenreich zwischen Diesseits und Jenseits, in tibetischer Tradition Bardo genannt, und auf dem Friedhof in Georgetown entbrennt ein furioser Streit um die Seele des Jungen, ein vielstimmiger Chor, der in die eine große Frage mündet: Warum lieben wir überhaupt, wenn wir doch wissen, dass alles zu Ende gehen muss?

Luchterhand Literaturverlag · 448 Seiten · ISBN 978-3-630-87552-1 · Roman · 2018

25 EUR (inkl. 7% MwSt.)

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