«Die Infantin trägt den Scheitel links»

«Die Infantin trägt den Scheitel links»

Helena Adler «Die Infantin trägt den Scheitel links»

Wibke Ladwig

Ein Tipp von Wibke Ladwig

Sie ist die Jüngste, mit Zwillingsschwestern, die ihr übel mitspielen, Eltern, die mit sich zu kämpfen haben, ein Heranwachsen auf dem Bauernhof, eine machtvolle Geschichte wie aus einem bösen Märchen. Helena Adlers Buch schillert zwischen Wahrhaftigem und Erfundenem. Anspielungen und Zitate aus Popkultur und Kunst schaffen Vertrautheit und füttern die Neugier. Ein wahres Sprachdonnerwetter!
 


und das sagt der Verlag dazu:

Dass sie, die jüngste Tochter, das zarte Kind, den Bauernhof ihrer Eltern abfackelt, ist nicht nur ein Versehen, es ist auch Notwehr. Ein Akt der Selbstbehauptung gegen die Zumutungen des Heranwachsens unter dem Regime der Eltern, einer frömmelnden, bigotten Mutter und eines Vaters mit einem fatalen Hang zu Alkohol, Pyrotechnik und Esoterik. Von den älteren Zwillingsschwestern nicht zu reden, zwei Eisprinzessinnen, die einem bösen Märchen entsprungen sind und ihr, der Infantin in Stallstiefeln, übel mitspielen, wo sie nur können. Und natürlich fehlen auch Jäger, Pfarrer und Bürgermeister nicht in dieser Heuboden- und Heimatidylle, die in den schönsten Höllenfarben gemalt ist und in der es so handfest und herzhaft zugeht wie lange nicht.
Dieses Buch ist ein Fanal, ein Feuerwerk nach dem Jüngsten Gericht unter dem Watschenbaum. Es erzählt von Dingen, als gingen sie auf keine Kuhhaut. Schrill, derb, ungeschminkt, rotzfrech und hart wie das Landleben nach dem Zeltfest und vor der Morgenmesse. Eine sehr ernste Angelegenheit, ein sehr großer Spaß!

Jung&Jung · 176 Seiten · ISBN 978-3-99027-242-8 · 2020

20 EUR (inkl. 5% MwSt.)

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