»Monschau«

»Monschau«

Steffen Kopetzky »Monschau«

Guido Krey

Ein Tipp von Guido Krey

Kopetzkys neuer Roman ist ein Sittengemälde der jungen Bundesrepublik. Im Februar 1962
gibt es in der Eifelstadt Monschau einen Pockenausbruch. Eine Folge des deutschen
Wirtschaftswunders, da ein Unternehmen aus der Region, Hochtemperaturöfen nach Indien
exportiert und ein vom Subkontinent zurückkehrender Techniker die hochinfektiöse
Krankheit mit in die Eifel bringt. Ein sehr unterhaltsames Buch über Liebe in Zeiten der
Epidemie, Nazischergen und mediale Sensationslust.
 


und das sagt der Verlag dazu:

Im Jahr 1962, als das nukleare Wettrüsten seinen Höhepunkt erreicht, als in Algier und Paris Bomben explodieren, bricht im Wirtschaftswunder-Deutschland der junge Mediziner Nikolaos Spyridakis in die Eifel auf. Es ist eine heikle Mission: Im Kreis Monschau sind die Pocken ausgebrochen, hochansteckend und lebensgefährlich. Mitten im Karneval droht nun Stillstand, Quarantäne. Der Rither-Chef will die Fabrik um jeden Preis offen halten, keine zwanzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist man weltweit gut im Geschäft. Ganz andere Pläne hegt Vera Rither: Die Alleinerbin studiert in Paris, bewundert Simone de Beauvoir und trägt den Geist der Avantgarde nach Monschau. Dort begegnet sie Nikolaos, der als Betriebsarzt durch die tiefverschneite Eifel zur Patientenvisite gefahren wird, vor Ansteckung geschützt durch einen Stahlarbeiteranzug. So unterschiedlich die beiden auch sind, der kretische Arzt, der als Kind die Gräuel der deutschen Besatzung miterlebt hat, und die schwerreiche Vollwaise: Sie entdecken schnell, dass sie mehr verbindet als ihre Liebe zu Miles Davis. Doch die Krankheitsfälle häufen sich, und das Virus nimmt sich, was es kriegen kann.
 

Rowohlt Berlin · 352 Seiten · ISBN 978-3-7371-0112-7 · 2021

22 EUR (inkl. 7% MwSt.)

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