«Otmars Söhne»

«Otmars Söhne»

Peter Buwalda «Otmars Söhne»

Heike Thelen

Ein Tipp von Heike Thelen

Sehr lebendig erzählt Peter Buwalda die Geschichte der teils musikalisch hochbegabten Kinder Otmars, ein Dirigent in Venlo. Klassische Musik ist daher ein steter Hintergrund des packenden Romans, der zwischen Kindheitserinnerungen und Aktualität springt. In diesem ersten Teil der angekündigten Trilogie steht der Stiefsohn Otmars im Mittelpunkt des Geschehens. Auf einer sibirischen Insel begegnet er seinem vermeintlichen biologischen Vater, ein Manager des Erdölgiganten Shell. Gleichzeitig trifft er eine alte Mitbewohnerin wieder, die eine zentrale Rolle zwischen den beiden Männern spielen wird. Mit einer einzigartigen Sprachkunst wird dieser komplexe Roman mit seinen recht exzentrischen Figuren zu einem vergnüglichen spannenden Leseerlebnis.Die Übersetzung stammt aus dem Niederländischen von Gregor Seferens


und das sagt der Verlag dazu:

"Mit dem, was Psychiater für ein stattliches Honorar Vatersuche nennen, hat es nichts zu tun“ – so beginnt dieser Roman, und tatsächlich: Ludwig Smit, Stiefbruder eines genialen, aber wunderlichen Klavier- und Beethoven-Virtuosen, dessen Vater Otmar auch ihn großgezogen hat, sucht seinen leiblichen Vater nicht. Aber als der junge Shell-Angestellte, zuständig für die umstrittene Vermessung von Erdölfeldern per Dynamit, auf die sibirische Insel Sachalin reist, um dort den Geschäftsführer der Firma Sakhalin Energy zu treffen, kommt ihm der Verdacht, dass dieser Johan Tromp sein Vater ist, der ihn schon im Stich gelassen hat, als er noch gar nicht geboren war. Völlig unverhofft, nämlich in einem Schneesturm, begegnet er in diesem fernen Winkel Russlands einer früheren Mitbewohnerin wieder, der Journalistin Isabelle Orthel, die, wie sich herausstellt, mit Tromp vor Jahren in Nigeria eine Affäre hatte und nun den Plan verfolgt, diverses Dunkle ans Licht zu zerren. Bislang kam Tromp – Hedonist, Alpha-Mann, Kronprinz von Shell – immer einfach so davon.


Nach seinem fulminanten Roman "Bonita Avenue", von der "ZEIT" als „große europäische Kunst“ gefeiert, schreibt Peter Buwalda nun also weiter an seinem stilistisch meisterhaften literarischen Universum – mit nicht weniger als einer Trilogie, deren erster Teil "Otmars Söhne" ist. Wieder geht es um Familie und die Bruchstücke davon, um abwesende Väter und Stiefväter, um Identität und Verantwortung, um persönliche Versäumnisse, Sexualität und Schuld – das unübersichtlich gewordene Leben in heutiger Zeit.

rowohlt · 624 Seiten · ISBN 978-3-498-00175-9 · 2021

24 EUR (inkl. 7% MwSt.)

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