Dominik und Biff lernen sich im Jahr 2003 kennen. Sie gehen zusammen in die 10. Klasse einer Kleinstadt und es ist Sommer, dieser eine Sommer.
Domi lebt schon sein ganzes Leben in diesem Ort, sein Vater ist der örtliche Bestatter und Domi wird das Institut irgendwann übernehmen. Sein Weg ist klar definiert. Als Biff -aus Berlin- neu in den Ort kommt, dreht sich sein kleines Leben komplett um. Neue Erlebnisse, neue Gedanken, neue Perspektiven und eine völlig neue Liebe.
Es entwickelt sich zwischen den beiden Jungs eine intensive und besondere Freundschaft und die beiden entdecken Gefühle, die sie bisher nicht kannten.
Es ist ein Roman über Freundschaften in einer Kleinstadt, über das Gefühl, nicht rauskommen zu können und keine Wahl zu haben. Es ist ein Buch über das Erwachsenwerden und darüber, wie man als junger Mensch lernt, sich selbst anzunehmen.
Und es ist auf gar keinen Fall nur eine seichte Sommergeschichte, da steckt so viel drin: So viel Schmerz und Verzweiflung und Trauer.
Und der wunderbare Mix aus emotionaler Tiefe und präzise gezeichneten Charakteren und dieser liebevollen Leichtigkeit für die Figuren macht diesen Roman für mich so besonders und den Stil von Kea von Garnier so großartig.
Der Sommer 2003 in der niedersächsischen Kleinstadt beginnt wie immer: Freibad, Bandproben, die Leichen in Papas Keller. Dominik ist der Sohn des Bestatters und soll den Familienbetrieb in naher Zukunft von seinem alleinerziehenden Vater übernehmen. Bislang sprach nichts dagegen, denn Domi ist erstaunlich routiniert im Umgang mit Trauernden und weiß mehr über Tod und Verlust als die meisten Erwachsenen. Worüber er allerdings wenig weiß, ist das Leben selbst. Das ändert sich, als kurz vor den großen Ferien ein Neuer in seiner Klasse auftaucht: Biff ist unangepasst, lässig, impulsiv. Gegen seinen Willen fühlt Domi sich von dessen scheinbar endlosem Hunger auf das Leben angezogen, und so entsteht im Laufe dieses heißen, flirrenden Sommers zwischen den beiden etwas Größeres, etwas, das in seiner Intensität alles andere, Freunde, Familie, Zukunft, an den Rand drängt.