Jack ist ein 62 Jahre alter, wortkarger Mann, der immer in seinem Elternhaus auf den Shetlandinseln gelebt hat: eine raue Küstengegend durchtränkt von Dauerregen. Schon als Kind war er schüchtern, zum Befremden seiner arbeitswütigen Eltern. Sein einziges Interesse gilt der Country-Musik. Er will Sänger werden - komponiert Lieder, die niemand hören will. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen die Geschichte von Jacks Eltern bis zu ihrem frühen Tod sowie die von dem genügsamen Jack in der Gegenwart.
Aus dem schottischen Englisch von Klaus Berr und Cornelius Reiber
1957: Sonny verdient sich seinen Lebensunterhalt auf einem Walfangschiff im Südatlantik. Der Alltag auf dem Ozean ist rau, er lehrt ihn die Zerbrechlichkeit des Daseins. Als er schließlich in seine Heimat zurückkehrt, auf die Shetlandinseln, um sich mit seiner Frau Kathleen und seinem Sohn Jack eine Existenz aufzubauen, liegt das schwere Erbe seiner Zeit auf See wie ein Schatten über der Familie.
Viele Jahrzehnte später lebt Jack nach dem tragischen Tod seiner Eltern ein zurückgezogenes Leben im alten Cottage der Familie. Jack ist wie die karge Landschaft um ihn herum: stoisch und schweigsam, immer schon da. All seine Gefühle wandern in die Country-Songs, die er selbst schreibt und die er in einem anderen Leben auf der Bühne gesungen hätte. Bis eines Tages eine geheimnisvolle Schachtel vor seiner Tür liegt und eine Freundschaft mit der jungen Nachbarstochter beginnt, die Jack eine neue Perspektive auf seinen Platz in der Welt eröffnet.
Malachy Tallack hat einen unvergesslichen Roman geschrieben, der voller kleiner Augenblicke ist und voller großer Momente: ein Buch über die lebensverändernde Kraft der Freundschaft und der Musik.