Ins Weltall, ins mittelalterliche Köln oder nach Lappland: Bücher bringen uns an ganz erstaunliche Orte. Dieses hier bringt uns an einen Ort, an dem wir vielleicht alle schon mal waren: den BAUMARKT.
Denis Pfabe erzählt von diesem Mikrokosmos, in dem er selbst einige Jahre arbeitete. Er erzählt von den ganz unterschiedlichen Menschen dort, ihren Sehnsüchten und ihrem Schmerz, von Routinen und Veränderungen, von überbordender Kommerzialisierung und der Unmenschlichkeit des Kapitalismus.
Levin Watermeyer kennt jede Schraube, jeden Kollegen, jede Intrige. Sein Leben im Baumarkt läuft in geordneten Bahnen – bis die Expansion kommt. Neue Strukturen, neue Gesichter, und mittendrin Pina Sommerfeldt, klug, ehrgeizig, unberechenbar. Während die Chefs Ruis und Seehafer unter Leistungsdruck stehen und Umweltaktivisten auf dem Baumarktgelände ein Biotop der Gelbbauchunke entdecken, beginnt das System zu bröckeln – und Levin fragt sich zum ersten Mal, was von ihm bleibt, wenn alles wächst, nur er selbst nicht.
Denis Pfabe erzählt mitten aus der Gegenwart: ein deutscher Mikrokosmos aus Kollegen und Kunden, von der Flaute im Winter bis zum Trubel in der Saison. Menschen im Zeitalter der totalen Kommerzialisierung, der Konsum- und Smartmentalität – ein Bild unserer Gesellschaft, packend, literarisch originell, zuweilen böse und sehr unterhaltsam.