Es geht um große und kleine Wendungen im Leben, um Selbstbestimmung, Liebe und Beziehungsformen, um Mutterschaft und Familie.
Die Geschichten sind real, skurril, liebenswert und auch mal einfach nur lustig.
Es sind tolle Figuren, die tolle Dinge machen.
Mal ausbrechen, neu beginnen, mal alles in Frage stellen und trotzdem weitermachen und meist reflektiert durch die Welt gehen. Toll.
Julia Wolf probiert hier eine Menge aus. Neue Themen und jede Geschichte ist hier völlig anders. So präsentiert sie verschiedene Stile, immer sehr, sehr klug und mit einer Portion Ironie. Herrlich. Ich habe jede einzelne Geschichte mit Vergnügen gelesen.
Stella, Judith, Wanda und die anderen Heldinnen in diesem Buch sind nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt. Hineingewachsen in ihre Rollen als Freundinnen, Geliebte, erwachsene Töchter oder späte Mütter, stellen sie fest: Ihre Lebensentwürfe sind brüchig. Und so werden die Begegnung mit der besten Freundin aus Schultagen, die Prügelei mit einem Catcaller oder der Besuch im Haus der gerade verstorbenen Schwiegermutter zu Momenten, in denen sie vorgeprägte Wege verlassen.
Feinsinnig, humorvoll und mit entlarvender Ehrlichkeit erzählt Julia Wolf in ihrem ersten Band mit Stories von elf Frauen, die neue Formen von Lust und Wut entdecken.