Ich schwebe in einem Fiebertraum durch London: Hitze, viele Menschen und viele Gefühle. Diese Geschichte ist voller kleiner und großer Momente, Situationen und Perspektiven dieser unterschiedlichen Personen, die in diesem Roman vorkommen. Es geht um eine Gruppe junger Menschen Anfang 30, die alle in verschiedenen Beziehungen zu einander stehen. Ein Wochenende im Sommer in London 2019.Sie finden zueinander und entfernen sich wieder. Lernen sich neu kennen und stehen dann an einem Wendepunkt im Leben. Entscheidungen müssen getroffen werden. Wege müssen neu geplant werden. Wir folgen all diesen Personen und bekommen ihre Sicht auf die Dinge mit und ihre Ängste erzählt. Das ist so wunderschön und respektvoll und voller kluger Gedanken und ganz viel Nähe. Oisín McKenna beobachtet ganz genau, schreibt direkt, ehrlich und extrem reduziert. Man muss ganz genau hinlesen, um all die Zwischentöne zu erkennen, um die Menschen kennenzulernen, die er uns zeigt. Und wenn man das tut, lernt man Ed, Rosaleen, Maggie und Phil kennen, darf ihre Gefühle anschauen und sie auf ihrem Weg begleiten und zusehen, wie sie ihre Entscheidungen treffen und warum. Und das ist so intensiv, manchmal schmerzhaft und für mich persönlich an vielen Stellen einfach sehr hilfreich.Für mich ist das der perfekte Sommerroman. Hitze, Gefühle und irgendwie auch Leichtigkeit … vor allem die Leichtigkeit, mit der Oisín McKenna über die großen Themen (Queerness, Freundschaft, Liebe, Familiendynamiken und Zukunftsängste) schreibt.
London, ein flirrend heißes Juniwochenende: Maggie ist schwanger und pleite und fürchtet die Rückkehr in die Vorstadt ihrer Kindheit. Ed jobbt als Fahrradkurier und verheimlicht seine Bisexualität. Phil ist unglücklich in seinen Mitbewohner verliebt. Als Phils Hausgemeinschaft in einer leerstehenden Lagerhalle aufgelöst wird, feiern sie, als wäre es das letzte Mal. Mit Intensität und Empathie fängt Oisín McKenna die Energie einer Generation ein, die zwischen Arbeit und Selbstfindung, Freiheitsdrang und dem Wunsch nach Stabilität oszilliert. Ein ungeschönter, zärtlicher Roman über das urbane Leben Anfang dreißig – über Kreativität, Prekarität und die Frage, wie man authentisch bleibt, wenn unsere Träume von der Realität eingeholt werden.