1865 arbeitet Tomás zusammen mit seinem Sohn Liam auf einer irischen Halbinsel als Kartograph für die englische Besatzungsmacht. In einem abgelegenen Tal stößt er auf eine geheimnisvolle Quelle verborgen in einem Hain - eine Entdeckung, die ihn komplett aus der Bahn wirft. Um das Stück Land zu schützen zieht er mit seiner Frau und seinen vier Kindern aus Dublin auf die Halbinsel. Ein vielschichtiges Familienepos angesiedelt in der Zeit nach der großen Hungerkatastrophe - eine Erzählung von Heimat, Auswanderung vor dem Hintergrund der oft brutalen irischen Geschichte. Gleichermaßen betörend wie intensiv. Aus dem Englischen von Nikolaus Hansen und Kathrin Razum
Auf einer windgepeitschten Halbinsel, die sich weit in den Atlantik erstreckt, arbeiten Tomás und sein Sohn Liam für den Ordnance Survey, der ganz Irland kartieren soll. Wir schreiben das Jahr 1865, und das Land ist gezeichnet von der Großen Hungersnot, die ihre Heimat verwüstet und entvölkert hat. An einem regnerischen Herbsttag verlieren sich Sohn und Vater in einem kleinen Hain. Als Tomás zurückkehrt, meint er, seine Berufung gefunden zu haben: Die Karten, die er anfertigt, sollen zum Zeugnis der Katastrophe werden und damit jenen dienen, die das irische Erbe erhalten wollen. Besessen von seiner Idee, krempelt Tomás das Leben seiner Familie um – die mit ihm fortan auf diesem alten, ewigen Land leben wird.
Eine irische Familie, deren Kinder sich verlieren und finden. Ein Land voller verborgener Schätze und einander überlagernder Leben. Ein uralter Hain und die Geister, die darin wohnen. Maggie O’Farrell gelingt das Kunststück, all das zu einem tief bewegenden Roman zu verweben. Sie erzählt davon, wie weder das Land noch die Geschichte je wirklich still halten: Nichts verschwindet, nichts vergeht.