Im ersten Teil, Sommer 1986, reisen James, Tully und ihre Freunde von der schottischen Westküste nach Manchester, dem Zentrum der damaligen Independent-Musikszene. Begeistert von Bands wie den Smiths und New Order erleben sie eine wilde, von Musik, Alkohol und Freiheitsgefühl geprägte Zeit. Neben Freundschaft, Musik und Jugendkultur berührt die Perspektivlosigkeit vieler junger Menschen. Andrew O’Hagan beschreibt eindrucksvoll die Stimmung zwischen Aufbruch, Desillusionierung und dem Wunsch nach Freiheit.
Im zweiten Teil, Herbst 2017, ist James ein erfolgreicher Schriftsteller. Sein Leben wird erschüttert, als Tully ihn anruft und von einer schweren Krebserkrankung erzählt. Damit verändert sich der Roman von einer Geschichte über Jugend und Freundschaft zu einer bewegenden Auseinandersetzung mit Krankheit, Vergänglichkeit und dem Wert menschlicher Beziehungen.
Tully und James, der eine bereit für das Leben, der andere offen, sich von seinem Freund mitreißen zu lassen, wachsen in den Achtzigern in einer schottischen Kleinstadt auf. Einer Stadt ohne Perspektiven und Zukunft, mit vorgezeichneten Lebensläufen und Schicksalen. Die Musik ist ihnen Zuflucht und Ausweg, Manchester im Jahr 86 ihr Mekka. Ein Wochenende lang spielen dort ihre Heroen, Bands wie The Smiths, New Order oder Joy Division. Mit ihrer Clique ziehen die beiden durch die Clubs, getragen von den Riffs der Gitarren, der Magie des Fortseins von zu Hause und von einem Rausch, wie nur die Jugend ihn kennt. Dreißig Jahre später erhält James einen Anruf. Es ist Tully. Er hat Neuigkeiten. Er wird sterben. Und er hat eine letzte Bitte.
Maifliegen setzt der Euphorie der Jugend ein Denkmal, und ist zugleich eine bewegende Reflexion über Freundschaft und die Zerbrechlichkeit des Lebens.